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Österarm!

10.06.2009 | 1 Kommentar

In Österreich kann man gut leben, wenn man zu dem einen Prozent der Bevölkerung gehört, das mindestens eine Million Euro zur Verfügung hat. Während Vermögen und Reichtum immer mehr zunehmen – das Geldvermögen hat sich in den vergangenen zehn Jahren auf €2.155 Milliarden verdoppelt – stiegen die Einkommen im unteren Einkommensdrittel im selben Zeitraum nur um neun Prozent.

Aus den armutsgefährdeten Gruppen sticht besonders eine hervor: Die der sogenannten „Working Poor“. Rund 230.000 Menschen sind in Österreich trotz regelmäßger Erwerbstätigkeit arm oder armutsgefährdet – um 12 Prozent mehr als noch 2003. Erwerbsarbeit ist daher nicht automatisch existenzsichernd. Die prekären Beschäftigungsverhältnisse steigen stark. Etwa 1 Million ÖsterreicherInnen leben mit einem Einkommen unter der Armutsgefährdungsgrenze (Arbeitslose, AlleinerzieherInnen oder MigrantInnen, weiters ein niedriger Bildungsabschluss und Familien mit mehreren Kindern).

Mit der Armut einher geht auch eine massive Benachteiligung der betroffenen Kinder, was die Bildung betrifft. Seit Jahren wird herumdiskutiert und lamentiert, ohne dass sich etwas positives an der tristen Situation ändert. Die Politik ist gefangen in ihren eigenen politischen Ideologien und nicht mehr imstande, analoge Reformen durchzuziehen.

Dazu gehören meines Erachtens unter anderem die sofortige Einführung einer Steuer auf Vermögen und Finanztransaktionen/Spekulationen und die Abschaffung des Bundesheeres (soziale statt militärische Landesverteidigung).

Euer Bernhard

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Ein Kommentar

  1. Frontal

    Guten Tag Herr Amann,mich würde interessieren da sie ja als Sozialarbeiter und Politiker tätig sind,wieviele Menschen täglich bei ihnen anklopfen und um Hilfe bitten.Sie sind ja als Robin Hood bekannt und wenn man irgentwo hingeht und ihr Name fällt heißt es immer:”Der Bernhard hat mir geholfen”Ich persönlich finde es ja bemerkenswert z.B. ihre rund um die Uhr Erreichbarkeit mit dem Österreich weiten Notruf,wie machen sie das?Schlafen sie auch mal oder wo holen sie diese Kraft her ?
    Auf jeden Fall haben sie mehr verdient als oft diese laufenden negativen Kommentare.

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