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Arsch Hoch!

24.11.2009 | Keine Kommentare

Die Rolle der Offenen Jugendarbeit hat sich in Vorarlberg stark gewandelt. Während in den Gründungsjahren die Forderungen der Engagierten nach Freiräumen in denen sie unter der Grundsätzen Selbstbestimmung, Selbstorganisation und Selbstverwaltung ihre freie Zeit nach ihren Vorstellungen im Sinne der Inclusion selbst gestalten können, hat die zunehmende Institutionalisierung und Professionalisierung über weite Teile ihre Spuren hinterlassen. Aus Gegnern (Land und Gemeinden) wurden Partner. Diese Ambivalenz birgt auch Gefahren in sich. Ohne Zweifel ist es eine Errungenschaft, dass nun die Offene Jugendarbeit von offizieller Seite Anerkennung findet.
Nun gilt es offensichtlich als schick, dass sich Kommunen „von oben“ verordnete Jugendräume leisten und quasi in ihr Schaufenster stellen.
Andererseits werden durch die Subventionierung von den BetreiberInnen hohe Auflagen abverlangt, welche der Disziplinierung und Kontrolle dienen und ein freies Agieren in offenen Handlungsfeldern erschweren oder verunmöglichen. Der öffentliche Raum der Kommunen wird gerastert, strukturiert und damit entöffentlicht. Das völlig überzogene Sicherheitsdenken (Strafprozessordnung, Sicherheitspolizeigesetz u.a.) und der Puritanismus (Jugendgesetz) gepaart mit sinnentleerten Präventionskampagnen gehen zu Lasten einer freien und risiokofreudigen Jugendarbeit.

Daher ist es nun notwendig, einen Diskurs einzuleiten, der die Rückeroberung öffentlicher Räume zum Ziel hat. Hier liegt meines Erachtens bei den ExponentInnen der Offenen Jugendarbeit eine besondere Verantwortung. Die StudentInnen zeigen es uns derzeit in beachtlicher Weise durch ihr couragiertes Auftreten vor. Ich bin bereit für jegliche Aktivitäten!

Euer Bernhard

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