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Despotie und Demokratie!

03.12.2009 | 1 Kommentar

Unter der absoluten Herrschaft eines Einzelnen schlug der Despotismus, um den Geist zu treffen, den Körper: eine grobe Methode.
Denn der Geist erhob sich unter den Schlägen und triumphierte über den Despotismus.
In den Demokratien geht die Tyrannei ganz anders zu Werk. Sie kümmert sich nicht um den Körper und geht unmittelbar auf den Geist los. Der Machthaber sagt hier nicht mehr: “Du denkst wie ich, oder du stirbst!”
Er sagt; “Du hast die Freiheit, nicht zu denken wie ich. Leben, Vermögen und alles bleibt dir erhalten. Aber von dem Tage an bist du ein Fremder unter uns. Du wirst weiter bei uns wohnen, aber deine Rechte auf menschlichen Umgang verlieren. Wenn du dich einem unter deinesgleichen nähern wirst, so wird er dich fliehen wie einen Aussätzigen. Und selbst wer an deine Unschuld glaubt, wird dich verlassen, sonst meidet man auch ihn. Gehe hin in Frieden. Ich lasse dir das Leben, aber es ist schlimmer als der Tod.” (Alexis de Tocqueville, 1835)

Das was hier Alexis de Tocqueville vor beinahe 2 Jahrhunderten niederschrieb ist aktueller denn je. Die Stigmatisierung einzelner Menschen und Gruppen mit einer anderen Auffassung oder Lebenskultur schreitet weiter voran. Es werden Sündenböcke geschaffen um von den eigenen Defiziten abzulenken. Und die Gesetzgeber vollziehen diese Unerträglichkeiten. Erst wenn Menschen selbst betroffen sind, wachen sie auf.

Euer Bernhard

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Ein Kommentar

  1. stronzodipista

    Ein wunderbarer Beitrag, aktueller denn je.

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