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Dumpfbackenverdichtung

22.12.2009 | 1 Kommentar

Welcher Gemeinde- oder Stadtvertreter kennt das nicht. Speziell bei absoluten Mehrheiten gibt es einen Großteil der MandatarInnen, welche sich in der gesamten Legislaturperjode nicht zu Wort melden. Stumm und schläfrig sitzen sie da und lassen sich die ganzen Diskussionen über sich ergehen. Gähnen und schauen immer wieder auf die Uhr, damit sie endlich nach Hause gehen können. Eigentlich ist es ihnen egal, welche Entscheidungen getroffen werden. Hauptsache ihr Leithammel (in der Regel der Bürgermeister) bringt seine Vorstellungen mit Hilfe ihrer Stimmen durch. Eigentlich - so macht es den Anschein - wollen sie mit Politik nichts zu tun haben. Bei Abstimmungsgewinnen grinsen sie stupide die Unterlegenen an. In der Folge dösen sie weiter vor sich hin. Es kann schon mal vorkommen, dass ein Teil aufgrund ihrer Nichtteilnahme und intellektuellen Überforderung falsch abstimmt. Dann ist die Kacke am dampfen und ihre ParteikollegInnen fallen über sie her. Nach diversen Solidaritätszustimmungen gegenüber ihrem Chef wird die Abstimmung halt in der nächsten Sitzung wiederholt.

Dies ist im Ländle gelebte Demokratie. Für Menschen, welche sich aktiv in die Politik einbringen wollen einfach ein Horrorszenario. Viele wenden sich mit Schaudern ab und sind nicht mehr bereit, an der Lösung gesellschaftlicher Probleme mitzuarbeiten. Verständlich, jedoch nicht der richtige Weg.
Ich versuche mit Beharrlichkeit, Humor und Provokation diese Schweigemauer zu durchbrechen. Zumindest mit partiellem Erfolg. Denn es kann doch nicht sein, dass eine Schläfertruppe die Zukunft bestimmt.

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Ein Kommentar

  1. donaldd

    sapperlott - und das in 96 gemeinden x 20 gv sind 1.920 personen die seit 1945 immer schlafen und nur passiv politik machen und träumermäßig zukunft gestalten verstehe schon das das frustiert …..

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