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Vorbildliches BürgerInnenengagement in Röthis!

25.02.2010 | 13 Kommentare

Ich bekam mitternachts einen Anruf von Aaron, welcher mir mitteilte, dass eine gut integrierte Familie mit ihren beiden Kindern (2 und 6
Jahre) aus dem Kosovo um 4.30 Uhr in ihre Heimat abgeschoben werden sollte. Diese Familie lebt seit 4 Jahren in Röthis und ist völlig unbescholten. Begründet wird diese Vorgehensweise mit dem Argument, dass keine Integration in Österreich vorliege und die Familie auch nicht selbsterhaltungsfähig sei. Der Skandal in dieser Sache ist der Umstand, dass diese Behauptung ohne nähere Prüfung der tatsächlichen Verhältnisse erfolgt ist, obwohl der Bürgermeister der Wohnsitzgemeinde schriftlich bestätigt, dass die Familie in der “Gemeinde verwurzelt und integriert” ist (Mag. Harg). Dazu muss noch deponiert werden, dass weder im Asylverfahren, noch im Aufenthaltsverfahren rechtskräftige Entscheidungen vorliegen.
Ich machte mich um 3.30 Uhr auf den Weg nach Röthis. Dort waren bereits 40 engagierte Personen anwesend, welche gegen diese unmenschliche und rechtsstaatlich fragwürdige Aktion protestierten. Es war ein stiller Protest. Als die Exekutive um 4.30 Uhr eintraf, machte sich Beklemmung breit. In dieser Situation hat mich der Bürgermeister beeindruckt, der mit klaren Worten diese beabsichtigte Abschiebung als völlig unverständlich kritisierte. Nach telefonischer Rücksprache des Bürgermeisters mit dem stellvertretenden Landessicherheitsdirektor wurde diese Aktion abgebrochen. Hut ab vor Bgm. Mähr!
Ich möchte mich auf diesem Weg bei den zahlreichen couragierten Menschen bedanken, welche durch ihr Engagement eine menschliche Tragödie verhinderten.

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13 Kommentare

  1. no_go

    Sehr interessant, dass auch im Blog vom Amann die freie Meinungsäusserung (ist auch ein Grundrecht) nicht mehr toleriert wird. Hier ist der Aufschrei vom Bernhard aber nicht so gross wie bei der Vorratsdatenspeicherung, da es ihm ganz gelegen kommt, dass seine Kritiker mundtot gemacht werden. Anders ist es nicht zu erklären, dass Kommentare von Usern gelöscht werden, die nicht unbedingt mit der Meinung vom Bernhard übereinstimmen.

  2. bengel12

    alle achtung zu deinen meinungsäüßerungen herr bernhard - mein volles verständnis hast du - “emsiger”!

    weiter so.!

    mfg.

    K.L.

  3. schweizerkas

    Die Wahl von kleinen Parteien als Lösung? Was im Land A eine “kleine Partei” ist, ist im Land B Landeshauptmannpartei und gewinnt 47 Prozent aller Wähler.

    Und dann schauen wir uns die Arbeit dieser Landeshauptmannpartei, die im Land A Kleinpartei ist, einmal an:

    Sofort nach der “Machtübernahme” besetzen sie alle Posten und Amter mit ihren Leuten, ohne Rücksicht auf deren Qualifikation. Freunderlwirtschaft par excellence, wie früher bei den “Altparteien”, wie sie diese verächtlich nennen. Nach wenigen Jahren ist die Wirtschaft völlig ruiniert, das Land ist mit 20 Milliarden Bürge, wobei das Landesbudget etwa 2 Milliarden ist. Um an der Macht zu bleiben, verteilen sie unablässig Geschenke, geben Geld aus, das gar nicht vorhanden ist. Den Sympathisanten schanzen sie lukrative Geschäfte zu, die Millionengewinne abwerfen. Steuerfrei! Kommt man ihnen auf die Schliche, schreiten sie rasch zur Selbstanzeige, denn diese garantiert Straffreiheit!

    Sie lügen und betrügen und immer mehr Wähler erkennen, dass sie niederträchtigen Defraudanten auf den Leim gegangen sind. Als letztes Mittel vereinigen sie sich mit einer anderen Landes- oder Bundesgruppe, schließen den oder jenen aus, gründen (oder versuchen zu gründen) einen neuen Parlamentsklub, wegen den Fördergeldern und sagen, so, ab heute heißen wir wieder so oder so!

    Das ist für mich der absolute politische Abschaum, denn dieses Gesindel denkt nicht eine Sekunde nach, wie durch verantwortungsvolle Politik die schwierigen Lebensumstände der meisten Menschen verbessert werden können. Nein, es geht ihnen um schamlose Selbstbereicherung und um die Erhaltung von Macht und Einfluss.

    Und die sollen wir wählen?

  4. MCU

    Umdenken.

    Also ich glaube dass die Aktion vielleicht für viele Menschen ein etwas “heilsamer Schock” war. Wenn man bei uns oft die Stammtischmeinungen hört, die sich ja oft nicht wirklich von Deportation und Massenvernichtung unterscheiden, dann glaube ich dass hier schon viele “aufgewacht” sind.

    Und dass es sich einfach herauskristallisiert, dass wir anfangen müssen Praxisbezogen zu denken, und von der Schwarz/Weiß oder Links/Rechts-Entscheidung FÜR ODER GEGEN AUSLÄNDER, zu sein wegmüssen.

    Es gibt bei uns viele Missstände, z.Bsp. die sehr stark betriebene Integrationsverweigerung, von Menschen meist mit Islamischen Glauben. Wenn zwischen 20 und 30% der Kinder die hier aufwachsen KEIN WORT Deutsch können. Dann ist das ein Problem dass man anprangern kann, soll und darf ohne ein Nazi zu sein.

    Wenn bei uns einfach die Arbeisplätze knapp sind, dann liegt es auf der Hand dass die Zuwanderung zurückehen soll. Auch das hat nichts mit Rassismus zu tun.

    Wenn sich in den großen Ballungsräumen (Wien etc.) Parallelgesellschaften etablieren, wo versuchte Ehrenmorde keine Seltenheit mehr sind, dann darf man auch das Thematisieren.

    ABER: Wenn einer daherkommt der integrationswillig ist, der Arbeiten will, der unsere Gesetze und unsere Gesellschaft ACHTET.
    Dann ist es mir egal ob der Ötztürk oder Müller heißt.

    Und Speziell bei diesem Asylthema, glaube ich dass es kein Gewinn für Österreich ist, wenn wir Leute die jetzt Jahrelang gewartet haben, Integriert sind, und vom Steuergeld gelebt haben, rausschmeißen, und gleichzeitig andere, weitgehend unbekannte Personen hereinlassen. Bei uns dauern die Asylverfahren länger als die meisten Kriege, daher glaube ich dass man hier mit einem Abtausch. x+1xBleiberecht-1xZuwanderer=x um es mathematisch auszudrücken eine Menschlich verträgliche Gangart hätten, die Östereich am meisten bringt und menschliche Härtefälle verringert.

    Gruß

  5. na_super

    Das Volk sohlte besser die klein Parteien wählen und nicht immer die groß Parteien wählen , solang das so ist das Schwarz und Rot vorne sind wird sich nie was verändern .
    Immer der gleich Bürgermeister, immer sind die gleichen an der macht und dann wird Vetternwirtschaft gemacht damit sie sich ihre Stellung behauten können .
    Den dann währen sie ihren Job nicht mehr sicher und sie fangen wieder an , sich um die Bürger und ihre Wünsche zu kümmern was auch ihre Aufgabe wäre .
    Und wieso haben sie Gehälter , wo kaum noch Bezahlbar sind und 2 oder 3 Job neben her,
    das gehört beer Gesetz abgeschafft .
    Das würde auch wider Arbeitsplatz bring .
    Darum Wählt andre ausehr Rot und Schwarz ,

    Bringt Leben in die Politik …………………………………. ……………… jetzt habt ihr die Möglichkeit denkt nach

  6. michi51

    Was soll den das?
    Dan sollten auch die den unterhalt
    der Familie zahlen.
    Dann wirst sehen wie viel noch hier sind .

  7. sannyboy

    Vorarlberg ist anders.
    Da sieht man das bei uns sogar die Asylwerber anständige Leute sind nicht nur Ausländer.Diese Familie ist integriert und der Vater arbeitet auch schon.
    Es ist gut das es auch vernünftige und tapfere Vorarlberger gibt.
    Den Herrn Bürgermeister Mähr natürlich ein herzliches dankeschön.

  8. schweizerkas

    Es ist eine schwere Menschenrechtsverletzung (Heinz Patzelt, Amnesty International, Caritas), wenn eine völlig unschuldige Familie mit zwei Kleinkindern, eines davon krank, in der Nacht ins Gefängnis gebracht werden soll. Schon vor 70 Jahren wurden die Menschen nachts abgeholt…
    Herr Bürgermeister, Sie haben das großartig gemacht!

  9. rohland

    ich empfinde nichts… der kosovo ist ein von der “un”/”eu” verwaltetes land. wo ist die tragödie ? der kosovo ist ein ethnisch gesäubertes fleckechen erde. wo ist der skandal ?

  10. Pitbull_

    Für Menschen einsetzen, das ich nicht lache.
    Es ist bald so weit die Gemeinderatswahlen stehen vor der Türe.
    Solche aktionen haben mehr mit Arschkriechen zu tun.
    Ich bin überzeugt das der Schuss nach hinten los geht.
    Eher wahl verlust, als wahl gewinn.
    Den Leuten reicht es langsam, das sich immer die gleichen gewissen nur für Ausländer einsetzen.
    Wir Einheimischen sind nicht wichtig, uns kann man ja im Regen stehen lassen.
    Wenn es wichtig ist, ist der Herr Ammann überall im Land zu finden.
    aber nur für seinen Vorteil, nicht zu helfen.
    Gesetz ist nun mal Gesetz, also diese Leute abschieben.

  11. schweizerkas

    Nicht nur dem Bürgermeister gebührt Achtung, sondern auch dir, Bernhard, und allen anderen, deren Protest die Abschiebung verhindert hat. Seit langem bin ich wieder einmal stolz auf die Vorarlberger! Deswegen wird der Rechtsstaat nicht in Frage gestellt, liebe HACE-Sympathisanten! Der Rechtsstaat wird aber gefährdet durch eine Innenministerin, die die Gewaltentrennung bei jeder Gelegenheit beseitigen will und durch die säumige Justiz, die Anzeigen gegen einen Innenminister “vergisst”, bis sie verjährt sind.
    Vorarlberg hat eine alte Tradition beim zivilen Ungehorsam! Und was damals in Fußach begann, soll seine Fortsetzung finden, wenn es darum geht, Menschlichkeit und Bleiberecht für gut integrierte Familien durchzusetzen! Dies ist ein weit höherer Wert, als mit primitiver Law-and-Order-Mentalität der Rechten ein gegen die Menschenrechte verstoßendes Fremdengesetz durchzusetzen!

  12. BernhardAmann

    das jointargument ist inzwischen schon langweilig. wenn jemandem nichts intelligenteres einfällt als immer nur die selbe leier herabzuspulen tut er mir leid. solche nichtssagenden argumente motivieren mich erst recht, mich für mitmenschen einzusetzen.

  13. saibaba

    OK, i bin oh unbescholten, dazua behindert, aber zwenig zum mi unterstütza loh vo da Gmoand, und dia sind zu 5.? Was söll des? Üs hilft oh niamand, obwohl mir Österreicher sind, also des goht zwit, wohnung.leaba, halt gär alls würd vo üs finanziert, Gohts no? Und an Stolz hond ihr oh noch, dass ma sie hüt net abgschoba heat, mir kunnt Galla uffa, also wenn i mit minra 50 % Behinderung koan Job find, denn meald i mi oh bim Röthner Bürgermeister, aber denn hoassts nur, mir seian zfuhl zum schaffa,tztz.

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