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Spice-KonsumentInnen in Gefahr!

28.05.2010 | 5 Kommentare

Die nicht nachvollziehbare Cannabis-Prohibition hat zur Folge, dass alternative Rauchsubstanzen den Markt erobern. Das bekannteste Beispiel davon war bis zu ihrem Verbot 2008 die Räuchermischung “Spice”, welches in Österreich den Herstellern und Händlern enorme Umsätze bescherte. Nach den gesetzlichen Verboten von “CP-47,497″ und “JWH-018″ (PINK) dauerte jedenfalls nicht lange, bis eine Anzahl von Nachfolgeprodukten auf dem Markt auftauchten. Von den Behörden wurden auch weitere Untersuchungen vorgenommen und Produkte, die illegale Substanzen enthielten, verboten. Jedoch ist der Nachweis von völlig neuen, unbekannten synthetischen Stoffen äußerst schwer und mit den üblichen Analysemethoden oft nicht möglich.

Im November 2009 veröffentlichte das European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction (EMCDDA) einen Bericht bei dem unter anderem auch das synthetische Cannabinoid “JWH-298″ angeführt wird, welches in Räuchermischungen gefunden wurde. Bei diesem handelt es sich um ein Chlor-Derivat des bekannten “JWH-018″ (PINK). Den Experten der EMCDDA dürfte dabei entgangen sein, dass das Rauchen dieser Droge von einem erheblichen Gefahrenpotential begleitet ist, dessen Auswirkungen für die KonsumentInnen nicht absehbar sind, so der Chemiker Peter Rausch.

Wie chemisch versierte und auch umweltbewusste Menschen wissen, entstehen beim Verbrennen von chlorhältigen, organischen Stoffen wie zum Beispiel auch in Müllverbrennungsanlagen, die als extrem gefährlich bekannten Dioxine. Diese hochgiftigen Verbindungen, welche schon in kleinsten Mengen eine Gefahr für den Organismus darstellen, sind lebertoxisch, fruchtschädigend, krebsfördernd, schädigen das Nervensystem, werden vom Körper gespeichert und äusserst langsam, meist erst nach Jahren wieder ausgeschieden.

Besonders viel Dioxin bildet sich bei Temperaturen von 300 bis 600 Grad Celsius. Also jenem Temperaturbereich, der auch beim Rauchen vorherrscht. Werden nun Präparate mit dem chlorhältigen “JWH-398″ geraucht, so ist zu erwarten, dass die KonsumentInnen dieses Gift - ohne es zu wissen - direkt über die Lunge aufnehmen. Da Dioxine chronische Gifte sind, treten solche Vergiftungen erst nach einem längeren Zeitraum auf, wo die Ursache nur mehr schwer feststellbar ist.

Aus diesen Gründen warne ich alle Head- und Smart-Shops eindringlich davor, Spice-ähnliche Produkte an ihre KundInnen zu veräussern und deren Gesundheit in unverantwortlicher Weise aufs Spiel zu setzen.
Für Spice-KonsumentInnen gilt neu eines: Hände weg von Spice-ähnlichen Produkten!!!!

Euer Bernhard

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5 Kommentare

  1. Jokees

    bacchus1at
    Zu Deinem Kommentar gibts nicht mehr viel zu sagen! Nur, daß recht hast! Vor allem was die Frage betrifft ob die Patienten die Medikamente die sie verabreicht bekommen, überhaupt wollen oder ob sie ihnen gut tun!
    Ein gutes Beispiel! Obwohl man Methadon körperlich nicht erträgt! Drastisch zu nimmt und depressiv wird! Man bekommt nichts anderes! Wie zB. Substidol oder ähnliches. Und das nur weil einige Patienten diese Stoffe zum Spritzen missbrauchen! Da sieht man wieder wie alle “Giftler” in einen Topf geworfen werden!

  2. bacchus1at

    zum thema drogen: es gibt keine einstiegsdrogen, die andere konsumsverhaltensweisen fördern, neurologisch gesehen gibt es bestimmte rezeptoren, welche auf eingehende reize wirksam machen,(d.h. das ganze geschehen funktioniert nach dem schlüssel-schloss-prinzip..) hast einen schlüsselreiz, welcher auf das schloss (rezeptor)passt, wird dieser reiz in eine stimmung verarbeitet.
    diese schlösser sind natürlich von mensch zu mensch unterschiedlich,deshalb ergibt sich auch das konsumentenspektrum an psychoaktiven substanzen. was dem einen guttut, damit geht´s dem anderen schlecht…
    warum kannst einen alki mit einem joint verjagen und umgekehrt (natürlich gibt´s auch mischtypen)? der körper spricht einfach auf (genetisch)bestimmte moleküle an, wogegen die bei einem anderen eine paradoxe reaktion hervorruft (z.B., du wirst von einem schlafmittel hellwach)….
    natürlich lösen diese psychosubstanzen reaktionen im verhaltensbereich aus (hab noch keinen angekifften agressiven gesehen)…wenn ich das richtige in der richtigen dosis konsumiere, dann tritt auch kein fehlverhalten auf, sondern ich fühle mich ganz einfach wohl.und das soll das ganze auch bezwecken….sich wohlfühlen zu können (dürfen), ohne den nächsten zu stören.
    die psychiatrie macht sich diesen effekt natürlich auch zu nutze, indem sie diese substanzen synthetisch und zwar standardisiert herstellt, doch das individuum mensch ist kein standardwesen, der psychiater auch kein allwissender….bis man einen patienten auf das “richtige” medikament, bzw. auf die “richtige” dosis eingestellt hat, dazu bedarf es des öfteren einigen aufwand….und ob der das überhaupt will, ist eine andere geschichte…., von den physischen und psychischen nebenwirkungen ganz abgesehen….
    so, ich hör mal auf und wünsche jedem glück und frieden….

  3. senfdazugeber

    SPICE:

    €25,00 für 3 gramm.
    Herstellungskosten je Kilogramm ca. €0,30
    Verkaufte Menge?
    Schätzungsweise 18 bis 20 Tonnen.

    Alles legal mit copyright anmelden und Steuern bezahlen.
    Das Drogengesetz macht sowas erst möglich und die Nachfrage bestand seit jeher.
    Spice war jahrelang erhältlich und wenn die Deutschen nicht gezielt nach JWH-018 gesucht hätten, wäre es heute noch legal, wobei JWH-018 ja anscheinend gar nicht der Hauptwirkstoff gewesen sein soll.

    Da sind einige unglaublich reich geworden.
    Der Taschenrechner kann soviele Stellen gar nicht mehr anzeigen.

  4. naviart

    sehr gut Bernhard!
    weise Alle mal daraufhin, dass mit schemischen Substanzen nichts zu machen ist! Reine Geschäftspolitik von “machern”
    Hände weg … und keep cool

  5. Jokees

    Deine Bitte an die Hanfshops, Spice ähnliche Substanzen nicht anzubieten, wird bei mind. 90% auf taube Ohren stoßen! Denn wie alle anderen Geschäfte sind ja auch die auf so viel Gewinn wie möglich aus! Das beste Beispielsind Discotheken und Tankstellen die es mit der Alk-ausgabe auch nicht so genau nehmen, da die Jugendlichen einen sehr großen Teil des Umsatzes ausmachen! So wird es auch in den HEAD-Shops sein! Du wirst doch nicht wirklich glauben, daß den Innhabern dieser Läden die Gesundheit der Kundschaft an erster Stelle steht! Nein. Der Gewinn und Umsatz zählt!
    Und an dieser stelle muß man die Politiker rügen! Es ist in vielen Untersuchungen in anerkannten Laboren festgestellt worden, daß Hanf und Cannabis nicht Gesundheitsschädlich ist! Im Gegenteil! Es hilft bei Grünem Star, Asthmatikern, Krebskranken, Aidskranken uvm.! Die Liste ist unendlich lange! Im Gegenstz zu dem Schden den es anrichten kann! Bestimmt gibt es Leute die psychisch schon so labil sind, daß Canabis Depressionen und anderes auslösen kann. Aber die Zahl dieser Personen ist im Vergleich zu Menschen denen es gut tut verschwindend gering! Viele Leute wissen nicht, daß weltbekannte Künstler, Psychologen, Ärzte und Schriftsteller regelmäßig Hanf geraucht haben um ihr Bewustsein zu erweitern! Sogar Albert Einstein rauchte in seiner typischen Pfeife nicht nur Tabak! Und überhaupt haben bis vor ca. 50 Jahren, Bauern THC haltiges Hanf angebaut und am Abend nach getaner Arbeit zum Moscht noch eine Hanfpfeife geraucht! Ich habe persönlich ältere Leute kennengelernt die heute noch ihre kleine Plantage hinterm Haus haben und abends vor dem Hof auf dem Bänkle sitzen und ihre Pfeife genießen. So wie es schon ihre Väter und Großväter gemacht haben! Dazu muß man auch sagen, daß diese Bauern und alten Leute Schlafmohn (aus dem man Opium - Heroin gewinnt) anbauen könnten und sich dann einen Mohntee machen könnten, der im Prinzip wie Heroin schnuppfen wirkt! Doch ich kenne keinen Landwirt, der von Hanf auf Mohn umgestiegen ist und nun abhängig ist! Dabei würden gerade diese Menschen fast gratis an die sogenannte harte Droge Opium kommen!
    Somit wehre ich mich gegen die Behauptung Canabis sei die Einstiegsdroge Nr.1! In den letzten Jahren habe ich bei Jugendlichen immer öfter beobachtet, daß sie vom Alkoholkonsum (mit 11-13 Jahren) nicht auf Canabis umgestiegen sind, sondern direkt auf SPEED, Kokain oder Heroin! Wenn man an den typischen Treffpunkten der Jugendlichen die Augen offen hält, fällt einem ziemlich schnell auf, daß die 13 bis 18 Jährigen sich “anscheinend” heimlich kleine Säckchen oder Briefchen zustecken! Und im Kaffe in der Nähe sitzen 2-3 Ältere die das Zeug an ihre jungen Kuriere abgeben! Ich bin keinesfalls Ausländer feidlich. Aber die meisten der Drogen werden von Imigranntenkindern vertrieben! Und woher die ihre Drogen beziehen muß man, glaub ich, nicht hinterfragen! Hier muß ich auch erwähnen, daß in der Junkie-Szene weniger von diesen Drogen im Umlauf sind, als bei den Jungen! Und wenn es was gibt ist die Qualität mehr als um die Hälfte schlechter als das der Jugendlichen! Es geht schon so weit, daß längjährige Drgenabhängige, ihr Zeug über die Jugendlichen beziehen!
    Ich denke das sagt genug aus! Und mehr hab ich im Moment hierzu nicht zu sagen!

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