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Liebe Eltern, bitte warten!

02.07.2010 | 3 Kommentare

Die Kontakt- und Anlaufstelle Ex & Hopp befindet sich direkt neben der gerade fertiggestellten Ausweichschule in der Dr. Anton Schneider Straße in Dornbirn. Etwa 500 Personen frequentieren diese Beratungs- und Betreuungstelle für drogenabhängige Menschen. Weiters haben wir die höchsten BesucherInnenfrequenzen in Vorarlberg. Dies liegt darin begründet, dass Betroffene nicht nur aus dem Bezirk Dornbirn, sondern auch aus dem bevölkerungsreichsten Bezirk Bregenz unsere Stelle aufsuchen, da sich dort keine niedrigschwellige Betreuungseinrichtung befindet. Das Einzugsgebiet ist also erheblich größer als jenes des HIOB (Bezirk Feldkirch) und Do It Yourself (Bezirk Bludenz). Unsere Einrichtung in der Größe von 240m2 platzt aus allen Nähten und der bauliche Zustand des Gebäudes entspricht nicht mehr den hygienischen Standards einer Gesundheitseinrichtung. Aufgrund des Andrangs und der Kleinheit der Stelle halten sich ein Teil der KlientInnen logischerweise im Nahbereich der Stelle auf.

Seit 5 Jahren suchen wir nach einer geeigneten Räumlichkeit. Gescheitert ist dieses Vorhaben an den hohen Investitionen und gleichzeitig hohen Mietkosten. Somit war ein Neubau die günstigste Lösung. Die Stadt Dornbirn hat uns in unserem Vorhaben unterstützt und ein Grundstück im Baurecht zur Verfügung gestellt. Im März haben wir unser Projekt Landesstatthalter Mag. Wallner präsentiert und dieser hat in der Folge um eine räumliche Reduktion ersucht. In Zusammenarbeit mit Fachleuten aus dem Landhaus, dem Architekten und dem Team wurde eine kleinere Lösung gefunden. Gleichzeitig forderten Dornbirner BürgerInnen und Eltern, deren Kinder im Herbst die angrenzende Ausweichschule besuchen, eine schnellstmögliche Standortverlegung.

Das analoge Bauansuchen habe ich vergangenen Montag bei der Bauabteilung der Stadt eingereicht. Gestern war die Sitzung des Sozialfonds, bei dem Vertreter des Landes und des Gemeindeverbandes über jährliche Mehrkosten in der Höhe von €40.000.– bis €50.000.– beschließen sollten. Nun, wo die Weichenstellungen erfolgt sind - inclusive eines positiven Gutachtens des Landesdrogenbeauftragten Prim. Dr. Haller - haben sich die Mitglieder des Sozialfonds zwar grundsätzlich für das vorliegende Projekt (391m2 Warmräume) ausgesprochen, aber es soll nach ihrer Ansicht nochmals verkleinert werden. Ich spreche hier von einem Teil der Mitglieder. Denn wir sind uns gewiss, dass sich der Dornbirner Bürgermeister Dr. Rümmele energisch für das aktuelle Projekt eingesetzt hat.

Ich möchte mich bei den Eltern der die Ausweichschule besuchenden Kinder entschuldigen, dass es womöglich mit der Standortverlegung länger dauert. Es lag und liegt nicht in unserm Ermessen. Wir haben die Sorgen ernst genommen und das Möglichste getan.

Euer Bernhard

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3 Kommentare

  1. schweizerkas

    Bei einem Viertel aller tödlichen Verkehrsunfälle ist Alkohol im Spiel, das zeigt eine entsprechende Tiefenanalyse des Kuratoriums für Verkehrssicherheit zu tödlichen Unfällen im Straßenverkehr.

    Unfassbares Leid, Milliardenschäden am Volksvermögen! Die Folgen des Missbrauchs der gesellschaftlich akzeptierten Volksdroge Alkohol! Tausende Tote und unfassbar hohe Gesundheitskosten jedes Jahr durch Tabakrauchen!

    Und manche Zeitgenossen entblöden sich nicht, Einrichtungen zur Hilfe und Prävention für Drogenabhängige in Frage zu stellen!

    Jeder junge Mensch, der von Drogen loskommt, ist ein Gewinn für die Gesellschaft und kann nicht in Euro aufgewogen werden.

    Enthaltet euch bitte eurer verbalen Absonderungen und nehmt zur Kenntnis, dass der Wert einer Gesellschaft davon abhängt, wie sie mit Minderheiten und Menschen umgeht, die den Anforderungen der Leistungsgesellschaft nicht gewachsen sind.

    Wisst ihr, was in Eltern vorgeht, deren Kind in Drogenkreise gerät? Kennt ihr ihre Verzweiflung, Ängste, enttäuschten Hoffnungen?

    Ich schäme mich für euch!

  2. pepi1b

    Deine Drögerlereinrichtungen gehören ins entfernte Burgenland verfrachtet, wo sich Füchs und Has Gutnacht sagen. Zudem sollten sie auf Selbsterhalt gestellt werden, aber das sollte für Euch ja kein Problem darstellen….

  3. realer6

    für das Geld müssen andere lange hart arbeiten, nur die Spitze eines Eisberges. Das Geld kommt von den “Bürgerlichen/Spiessbügern” die der Herr “Drogenexperte” so verachtet. Die Kohle nimmt er allerdings von ihnen schon.
    Geld stinkt ja nicht.

    Graz – Ihre teure Drogentherapie in Vorarlberg hat ein im Bezirk Leibnitz in der Südsteiermark wohnhaftes Ehepaar für den Handel mit Suchtgift bzw. Drogenersatzpräparaten ausgenutzt. Die beiden wurden wegen Verbrechens gegen das Suchtgiftgesetz und Betrugverdachts festgenommen, wie die Sicherheitsdirektion Steiermark am Freitag mitteilte.

    Das Paar, 24 und 26 Jahre alt und aus Rumänien gebürtig, nahm die vergangenen zwei Jahre an einem Drogenentzugsprogramm in Schnifis (Bezirk Feldkirch) und in der Steiermark teil.

    Die Frau - sie ist österreichische Staatsbürgerin - war vom Gericht wegen eines einschlägigen Delikts zum Entzug verurteilt worden, ihrem Mann gelang es, sich seinen Aufenthalt vom Magistrat Graz aus Mitteln des Steiermärkischen Behindertengesetz finanzieren zu lassen. Für beide kostete die Therapie 230.000 Euro.

    Wie der Ermittler des steirischen LKA erklärte, dürften die beiden von Beginn des Entzugs an gedealt haben: Sie verkauften die zu Therapiezwecken erhaltenen suchtgifthältigen Medikamente und das Drogenersatzmittel Substitol zum Teil mit Gewinn an Süchtige.

    Im Zuge der Erhebungen konnte ihnen der Verkauf von 400 Stück Substitol und 2.600 Stück suchtgifthältiger Medikamente nachgewiesen werden. Mit dem Erlös von 16.600 Euro kauften sie Heroin, nachweislich 60 Gramm, das sie von der Schweiz nach Österreich schmuggelten. Den Rest verspielten sie in Wettcafes.

    Ins Rollen gekommen waren die Ermittlungen gegen das Paar nach dem Drogentod eines 14-Jährigen im September 2009. Der unter psychischen Problemen leidende Jugendliche war in der gleichen Wohnung untergebracht und von den beiden betreut worden.

    Dass das tödliche Heroin von ihnen stammte, konnte nicht nachgewiesen werden. Es wurde lediglich ein Verfahren wegen Vernachlässigung der Beaufsichtigungspflicht eingeleitet.

    Die Ermittler in Vorarlberg und der Steiermark ließen aber nicht locker. Während der Mann noch - erfolglos - versuchte, sich die Therapie an der BH Leibnitz verlängern zu lassen, hatte sich die Beweislage mittlerweile so verdichtet, dass die Festnahme der beiden veranlasst wurde. Sie wurden in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert. (APA)

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