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Der Caritasdirektor als Verhinderer!

07.07.2010 | 6 Kommentare

Wie ich in meinem letzten Blog bereits deponiert habe, hat der Sozialfond das reduzierte Raumprogramm des Ex & Hopp neu zwar grundsätzlich befürwortet, jedoch um eine nochmalige Verkleinerung der Location ersucht. Im Sozialfond sitzen VertreterInnen des Landes und des Gemeindeverbandes, da dieser im Verhältnis von 60% zu 40% von Land und den Kommunen finanziert wird. Weiters bedient sich dieses Gremium diverser “Fachleute” als Auskunftspersonen. So war am vergangenen Donnerstag Caritasdirektor Klinger anwesend, der offensichtlich die Hilfseinrichtungen vertreten sollte. Seine Rolle war jedoch mehr als dubios, da gerade er die Größe unseres Projekts kritisierte. In der Folge kippte er bei einem Teil der Gemeindevertreter die Stimmung (ausgenommen sind die Vertreter Landes und der Dornbirner Bürgermeister). Klinger meinte, dass das Hiob in Feldkirch mit kleineren Räumen das Auslangen findet, obwohl dort ebenfalls akuter Raummangel herrscht. Inhaltlich hatte er zur Konzeption nichts zu bieten. Denn jeder Raum wurde exakt inhaltlich definiert. Bei einer weiteren Reduzierung würde ein wichtiger Bereich wegfallen, nämlich jener der sozialpädagogischen Angebote, bei dem sich die betroffenen Menschen sinnvoll betätigen. Diese Aktivitäten tragen vielfach zur positiven Perspektivenbildung bei. Offensichtlich ist dem wackeren Mann der Kirche lieber, wenn drogenabhängige Menschen verwaltet und verwahrt werden. Oder sieht er in unserer Einrichtung eine unliebsame Konkurrenz?

Sein Engagement wäre an anderer Stelle sinnvoller gewesen. Vor kurzem wurde der Stadel neben dem Hiob in Feldkirch alternativlos abgebrochen. In diesem Stadel konsumierten drogenabhängige Menschen unter hygienisch unerträglichen Bedingungen seit Jahrzehnten illegale Substanzen. Damit verbunden sind logischerweise auch Infektionskrankheiten wie AIDS oder Hepatitis C. Hier hat die Caritas auch Mitverantwortung. Ausnehmen dabei möchte ich die MitarbeiterInnen des Hiob, welche immer wieder sinnvolle Alternativen einforderten, aber nicht gehört wurden. In dieser Causa blieb der liebe Caritasdirektor stumm.

Wir werden sicher nicht aufgeben und für ein menschenwürdiges Hilfsangebot für drogenabhängige Menschen weiterkämpfen.

Euer Bernhard

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6 Kommentare

  1. Jokees

    Die von der Caritas sollen sich selber an die Nase fassen! I kenn die Einrichtungen! Früher, als noch andere Leute Ansprechpartner waren, war es ja ganz gut!
    Aber jetzt ist da Ex & Hop weit voraus!

  2. Sandino190779

    Hallo Bernhard,

    mit einem Monat Verspaetung eine kurze Bemerkung.

    In Zeiten wo die finaziellen Ressourcen knapper werden versucht ein jeder sein Vorgarten zu verteidigen. Klinger macht das nicht anders und die wie es sich fuer einen ordentlichen Katholen gehoert, sehr Salbungsvoll.
    Natuerlich will er dass andere Institutionen das Wasser abgegraben wird, damit er weiterhin seine Schaefchen im Trocknen hat und ein Quasimonopol aufbauen kann.
    Nicht Klinger ist jedoch den Vorwurf zu machen, sondern die MitgliederInnen im Sozialfonds ist eine gewisse Blauaeugigkeit oder gespielte Bloedheit vorzuhalten. Caritasdirektor Klinger ist mit absoluter Sicherheit nicht der s.g neutrale Experte, sondern einfach Vertreter des Sozialunternehmens Caritas.
    Gruss aus MGA
    Paul Kat

  3. kommewaswolle

    was gesagt gehört, gehört gesagt. unbequeme wahrheit. seine sicht der dinge wäre interessant.

  4. vielosovieh

    mit ein wenig “ironie” getränkt lieber georg-OO:

    die liebe ist der einzige weg, auf dem selbst die dummen zu einer gewissen größe gelangen …

  5. ironimus_der_sarkastische

    sorry, aber es geht zu weit, der Caritas die Mitverantwortung am Drogenmissbrauch zu unterstellen…

  6. georgedablju

    wie naiv sind Sie denn Herr Amann. Sie stehen in Konkurrenz zur Caritas. Die Caritas ist der größte Sozial-Industriebetrieb in Österreich und lässt sich seine vom Steuerzahler aufgebrachten, garantierten Umsatzmillionen doch nicht von Ihnen abspenstig machen.

    in der Privatwirtschaft wird kaum jemand seinen direkten Umsatzkonkurrenten als Berater einladen.

    die Caritas agiert rationel, verteidigt sie doch nur ihren ersten Platz in der (Entwicklungs)Hilfeindustrie

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