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Ex & Hopp Neu wird realisiert!

04.08.2010 | 3 Kommentare

Aufgrund der Einwände von Caritasdirektor Peter Klinger hatten Vertreter des Gemeindeverbandes in der Sitzung des Sozialfonds eine nochmalige Verkleinerung der Neuplanung unserer Kontakt- und Anlaufstelle Ex & Hopp eingefordert. Ich habe ja in meinem Blog vom 7.7.2010 http://amann.vol.at/2010/07/07/der-caritasdirektor-als-verhinderer/ 
darüber berichtet.

Wir haben uns in der Folge das dritte Mal zusammengesetzt und räumliche Reduktionen vorgenommen. Dieser Sparvariante fiel unter anderem die Werkstatt zum Opfer und der sozialpädagogische Raum wurde verkleinert. Mit dem Wegfall dieser wichtigen Betätigungsangebote ist zukünftig nur ein reduziertes Programm möglich. Denn ein Erlernen einer Tagesstruktur mit einem für die betroffenen Menschen attraktivem Betätigungsfeld wird die positive Perspektivenbildung erheblich beschleunigt. Und dies wird ja berechtigterweise von den Fachabteilungen des Landes und der Stadt eingefordert. Seit vergangenen Freitag ist nun der Neubau beschlossene Sache.

Zumindest die Überlebenshilfe, die medizinische Grundversorgung, sowie die Beratung und Betreuung für drogenabhängige Menschen ist somit gesichert. Der Einzug in die neue Stelle in der Quellengasse ist für Herbst 2011 geplant. Über unsere Arbeit können Sie sich unter www.exundhopp.at informieren.

Dem Caritasdirektor kann ich nur raten, sich mehr um seine eigenen Dinge zu kümmern, wie beispielsweise die Betreuung von Menschen mit Handicap oder die Flüchtlinge. Hier besteht mehr als genug Handlungsbedarf.

Abschließend bedanke ich mich für die gute Zusammenarbeit mit den VertreterInnen der Stadt und des Landes, welche sich wirklich aktiv für das Projekt eingesetzt haben.

Euer Bernhard

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3 Kommentare

  1. Jokees

    Eigentlich traurig, daß sich so wenige Leute gibt die sich für dieses Thema interessieren und / oder einsätzen!
    LEUTE! Äusert euch zu diesem Thema öffentlich, wenn ihr schon die Möglichkeit habt! Es wird sich nichts ändern, solange ihr nur in der Runde, in den Beratungsstellen, Gasthäusern oder anderen Treffpunkten über die momentane Lage schimpft! Ich erlebs immer wieder mit, wenn ich zu meinem Gesprächtermin in die Beratungsstelle komme! Da sitzen immer ein paar zusammen die über die Betreuung, Art der Substitution (man bekommt nicht das richtige Ersatzmedikament), Ämter und auch Ärzte und was alles so falsch gemacht wird! Schon oft habe ich den Vorschlag gemacht, Unterschriften zu sammeln und so dem Unmut ausdruck zu verleihen! Als ich den Vorschlag machte, “rief” jeder er sei 100% dabei! Doch als ich es verwirklichen wollte, konnte ich die Leute die wirklich unterschrieben haben, an zwei Händen abzählen! “Und dann war noch Platz!” Die meisten trauten sch nicht ihren Sanktus auf den Zettel zu setzen, weil sie sich fürchteten Probleme mit dem Arzt (Substitution) oder den Betreuern zu bekommen! Die Angst wegen den Ärzten und der Verschreibung verteh ich ja ganz gut! Doch die Betreuer / Sozialarbeiter sind zu Verschwiegenheit verpflichtet! Sicher sprechen sie im Team über Klienten! Aber dann hat es auch einen Grund! Und wenn sie mal mit dem verschreibenden Arzt sprechen, dann geht es um das Wohl der Leute! Ich glaube nicht, daß ein Sozialarbeiter zum Arzt geht und ihm rät, die Substitution ein- oder um zu stellen!
    Also Leute! Äußert euch! Und überhaupt, haben man in Österreich die Chance auf Substitution und Betreung, was in vielen anderen Ländern ohne spezielle Versicherung nicht möglich ist!

  2. Jokees

    Hallo Bernhard und Leser dieses Blogs

    Mein Schreiben heute,passt nicht unbedingt zum beschriebenen Thema! Aber ich finde, daß folgendes genauso zur Sprache gebracht werden sollte!

    Harter Drogenkonsum - Straffrei!
    Heut hab ich gelesen, daß die Schweizer überlegen Canabis- und harte Drogenkonsum, straffrei machen wollen!

    Die Idee, daß der Konsum von Canabis oder harten Drogen nicht mehr strafrechtlich verfolgt wird, find ich gut durchdacht! Denn die Gesellschaftsdrogen Nummer 1, wie Alkohol, Tabak oder Tabletten, werden auch lega an jederman frei angeboten und verkauft! Dabei verdient der Staat auch noch den größten Teil durch die Steuern! Durch die Entkrimminalisierung, würde auch die Beschaffungskriminalität zurück gehen! Dazu kommt, daß Canabis Konsumenten und Süchtige wieder leichter in die Gesellschaft und ins Arbeitsleben integriert werden könnten! Zur Zeit ist es doch so, daß ein Mensch der wegen demKonsum von den noch illegalen Drogen angezeigt wird und eine Haftstrafe bekommt, seinen Job verliert! Und nachdem er seine Strafe abgesessen hat, ist die Aussicht auf eine neue Arbeitsstelle, mehr als schlecht! Denn welcher Arbeitgeber stellt gerne jemanden ein, der wegen Drogenkonsum vorbestraft ist? Ich finde, daß sich die Schweizer auf dem richtigen weg befinden! Es wird Zeit, daß auch unsere Politiker und Leute wie Prof.Dr. Haller einen neuen Weg einschlagen! Oder zumindest in Betrachtung ziehen!
    Natürlich soll das nicht auch bedeuten, daß Dealer, die sich an der Sucht - Krankheit der anderen bereichern, nicht weiterhin verfolgt und auch bestraft werden!
    Den Dealern könnte man einen Strich durch die Rechnung machen, wenn es neben den Substitutionsprogrammen, auch eine staatlich kontrollierte Heroinabgabe in geschützten Räumen geben würde!
    In Deutschland und der Schweiz gibt es mittlerweile solche überwachte Abgaben im Testlauf! Und bisher hat man nur positive Ergebnisse erziehlt! Heroinsüchtige gehen vor der Arbeit zur Abgabestelle und gehen dann wie jeder andere ihrer Arbeit nach! Dazu kommt auch noch, daß in diesen geschützten Abgabestellen frische Spritzen ausgegeben werden und dadurch die Ansteckungsgefahr von HIV und Hepatitis C nur noch sehr gering ist! Tote gibt es durch das staatliche Heroin auch keine! Denn meist, vor allem bei uns in Vorarlberg, sterben die Leute nicht an der besonders guten Qualität(die zwischen 15 und 30% im Schnitt beträgt) Sondern an den diversen Pülverchen oder Tabletten, die von den Dealern meist im Verhältnis 1 zu 3 dazu gemischt werden! Und wenn man Heroin erwischt, das mit Schlaftabletten gestreckt ist, spielt der Körper nicht mehr mit und man kann daran sterben!
    Ich kann nur hoffen, daß bald auch in Vorarlberg - Österreich umgedacht wird!
    Es grüßt euch

    Jokees

  3. Jokees

    Ohne Worte! :-(

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