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Kein Interesse an der Gesundheit der Vorarlberger Lehrlinge?

22.09.2010 | 7 Kommentare

Der Gesundheitszustand jugendlich Berufstätiger, also meist Lehrlinge, wird österreichweit nach einem einheitlichen Untersuchungsprogramm überprüft, bei dem berufsspezifische Belastungen besonders berücksichtigt werden. Die Jugendlichen sollten von der Vorarlberger Gebietskrankenkasse an sich schriftlich zur Teilnahme an den Untersuchungen eingeladen und auf die Wichtigkeit der Untersuchung zur Vermeidung von Dauerschäden hingewiesen werden. Nicht zuletzt ist eine solche Untersuchung auch eine wichtige Einrichtung zur Vorsorge gegen Alkohol- und Drogenmissbrauch.
Nun zeigt das Handbuch der Sozialversicherung, dass in Vorarlberg, wo es anteilmäßig am meisten Lehrlinge gibt, der Gesundheit der arbeitenden Jugend die geringste Bedeutung beigemessen wird. Während österreichweit über zwei Drittel aller arbeitenden Jugend durch diese Jugenduntersuchung prophylaktisch untersucht und beraten werden, in der Steiermark gar über 92 Prozent, sind es in Vorarlberg nicht einmal die Hälfte: Gerade mal 46,76 Prozent.
Die österreichweit schlechteste Untersuchungsrate in dem vergleichsweise kleinen und auch zentralen Vorarlberg lässt sich nur mit einem ausgesprochenen Desinteresse an der Gesundheit der Lehrlinge erklären. An den Kosten kann es nicht liegen, denn 50 Prozent der Untersuchungskosten und 60 Prozent der Fahrtkosten werden von der Republik Österreich ersetzt. Auf diese Beiträge verzichtet man bei der Gebietskrankenkasse zum Nachteil der Vorarlberger Jugend.
Quelle: Handbuch der österreichischen Sozialversicherung 2010, S 76
http://www.sozialversicherung.at/mediaDB/664217_Handbuch_der_
oesterreichischen_Sozialversicherung_2010.pdf

Euer Bernhard

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7 Kommentare

  1. BernhardAmann

    Hallo Edi!
    Schau mal bei mir in Hohenems vorbei oder rufe mal an wenn Du in der Nähe bist!0664-3402010 lg Bernhard

  2. sunshine71

    Ich muss sagen, der Block von Bernhard ist der interessanteste auf VOL.at - der Rest ist Schrott!

    Auch wenn Bernhard und ich genau gegenteiliger Meinung sind in Bezug auf Drogen und deren Bestrafung… ich bin ja der Meinung, Südost-Asien sollte als Vorbild bei der Verfolgung von Dealern dienen (inkl. der meist verhängten Todesstrafe).

    Trotzdem - immer wieder interessant zu lesen.

  3. ironangel

    Hallo Bernhard !
    Deine wirklich super Artikel lese ich fast täglich, und ich finde sie wirklich toll..! ich denke wir haben uns vor ?? sind es 35 Jahre her ??? sehr oft gesehen und tolle Zeiten miteinander erlebt, ich dänk gern a dia Zit zruck ! (vom Sohl )und Hohenems !
    i bia aber scho vor einiger Zit nach Kärnten usgwandrat !
    Also ganz liabe Grüaß ins Ländle und mach witer So !!!
    Ich bin Stolz auf das was Du voranbringst und leistest !!!´
    Ganz liabe Grüaß

    (Edi)
    ganz früher amol im Lada nebata Gmoand Z´Hohenems

    ms…….

  4. v_berger

    @up-schweisser:

    eion Primararzt am Krankenhaus DAVOS hat mir vor Zeugen in aller Öffentlichkeit erklärt, dass ihm persönlich kein einziger Haschisch-Kranker bekannt ist! Er hat kein Verständnis für die Panikmache, was Haschischkonsum betrifft.

    Warum getraut sich ein Primar solche Aussagen zu machen? Vielleicht, weil es wahr ist?

  5. BernhardAmann

    Mir geht es um einen verantwortungsvollen Umgang mit bewusstseinsverändernden Substanzen. Das Drogenverbot hat sich als falsch herausgestellt, da mit der Prohibition Verelendung, massive gesundheitliche Probleme (HIV, Hepatitis C etc.) und Stigmatisierung verbunden sind. Profitiert hat nur die Mafia! Sollen wir unsere Kinder dem organisierten Verbrechen opfern?
    Weiters stehen für mich die Bürgerrechte ganz oben auf der Liste. Ziel ist der mündige Bürger.
    lg Bernhard

  6. up-schweisser

    Grundsätzlich ist es verständlich und gut auf solche sachlagen/umstände oder wie auch immer aufmerksam zu machen.

    was mich jedoch ein weinig verwirt ist die tatsache dass herr amann gleichzeitig den konsum gewisser bewustseinsverändernder substanzen verharmlost.

    vielleicht kann mich ja jemand aufklären.

    danke

  7. Landrat

    Aha. Wieder einmal typisch Vorarlberg.

    Und das ist sonst noch niemanden von der “Politikelite” in Vorarlberg aufgefallen?

    Vielleicht auch typisch.

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