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Vorarlberg bleibt ALLE-MANN-isch!

25.09.2010 | 6 Kommentare

Die Schweizer Regierung besteht nun aus einer Mehrheit von Frauen,
wiewohl es dort das Frauenstimmrecht erst seit 1971 gibt. In
Österreich besteht das Frauenwahlrecht immerhin schon seit 1918 und
doch sind Frauen in den Führungsgremien fast ausschließlich als
Feigenblätter geduldet. In Vorarlberg ist dies besonders arg.

Ein Blick in die Vorarlberger Landesunternehmen zeigt uns eine Welt,
wie sie sonst nur noch auf der arabischen Halbinsel vorkommen dürfte:

Die Leitungsgremien der Illwerke/VKW kommen gänzlich ohne Frauen aus,
nicht einmal der Betriebsrat entsendet eine Frau in den Aufsichtsrat.
Dafür sind jede Menge Parteimänner in den gut dotierten Posten
vertreteten. Beim Vorarlberger Stromkonzern meint man offenbar, dass
die Frauen nur am (elektrischen) Herd ihr Können zeigen sollen.

Auch bei der Vorarlberger Erdgasgesellschaft folgt man der selben
Logik. Frauen können vielleicht am Erdgasherd stehen, nicht jedoch im
Managment. Selbstredend ist das auch bei der VKW-Netz-AG so. Auch dort
sieht man die Frauen besser am Staubsauger als in den Leitungsgremien.

Auch der Vorstand der Voarlberger Hypthekenbank kommt gänzlich ohne
Frauen aus. Im fünfzehnköpfigen Aufsichtsrat findet man zu der
Glückszahl von 13 Männern doch noch eine Landesrätin zur Zierde und
eine wenigstens vom Betriebsrat entsendete Mitarbeiterin.

Die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat der Vorarlberger
gemeinnützigen Wohnungsbau- und Siedlungsgesellschaft mbH kommen
wiederum gänzlich ohne Frauen aus. Was sollte denn auch eine Frau vom
Wohnen verstehen?

Euer Bernhard

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6 Kommentare

  1. Arizonaman

    Wie kann man nur so einen Stuß daherschreiben? Das grenzt schon an Diffamie, hier den Betrieben ein altertümliches Frauenbild anheften zu wollen.
    Vielleicht kehren Sie erst mal vor Ihrer eigenen Tür, oder sehe ich es falsch, daß bei den Emser Stadträten nur eine einzige Frau dabei ist (Frau Mathis, und die darf sich dem konnventionellem Frauenverständnis entsprechend natürlich um Kinderbetreuung, Familie und Jugend kümmern). Damit ist die Frauenquote bei Ihnen deutlich schlechter als die der Hypothekenbank, die eine Frau “als Zierde” abgestellt hat und eine weitere aus dem Betriebsrat großherzig duldet.
    Herr Amann, wie wäre es, wenn Sie sich zur Frau umoperieren lassen? Auf diese Weise wird die Frauenquote im Stadtrat Hohenems signifikant erhöht. Alternativ könnte ich mir auch vorstellen, daß ihr Posten von einer Frau besetzt wird. Damit würden Sie ein deutliches Zeichen pro Frauenquote setzen!

  2. Unkaputtbarer

    enn hod ma hüt no gfehlt am sunntig…..

  3. MCU

    Besetzungspolitik allgemein…

    Ich halte garnichts davon überall “Männle und Wieble” zu zählen, wichtig ist dass gute Leute am Ruder sitzen, und ich würde mich als Mann auch nicht daran stoßen, wenn in irgendeiner Landesgesellschaft eine weibliche Mehrheit oder nur Frauen wären, wenn diese aufgrund ihrer Kompetenz oder einfach aus Zufall unter gleichwertigen dort wären.

    Was mich eher stört ist die Besetzungspolitik im allgemeinen, ich will hier nicht auf die ÖVP alleine schimpfen, sie ist immer demokratisch zur Mehrheitspartei gewählt worden, wie die SPÖ in Wien oder das BZÖ ehem FPÖ in Kärnten.

    Dennoch muss man sich meiner Meinung nach etwas einfallen lassen, klar wird man die “Seilschaften” Freunderl und Günstlingswirtschaften und Vitamin B nie ganz abstellen können, aber wenn wenigstens zwischendurch ein Paar Leute in diese Kreise reinkämen, die nicht Parteipolitisch besetzt würden, dann wäre das schon gut. Ich verstehs ja noch bei Landräten und den Vorständen der wichtigsten Landesgesellschaften, aber dass vom Vorarbeiter der Straßenkehrer, über Schuldirektoren, bis hin zu Gerichten, Bezirkshauptmannschaft usw. alles bzw. vieles nur über Parteibücher geht, das führt halt zu solchen Auswüchsen wie etwa der Testamentaffäre.

    Und wenn mehr auf Qualifikationen wie auf den “Namen” geschaut würde, dann würde sich wohl auch die eine oder andere Frau mehr in diesen Jobs finden, nehm ich mal an..

    Gruß

  4. tothchic

    Wenn ich an so Zicken wie Glawischnig, Vassilakuh, Rudas, Franz, Gehrer, Karl, Petzner oder Bandeon-Ortner denke, ist es eigentlich ganz gut so, wie es ist.

  5. vielosovieh

    da fällt mir mein lieblingswitz ein: meine traumfrau hat an der rechten hand sechs finger, weil sie sich beim holzhacken einen dazugehackt hat!

  6. Landrat

    Herrjeh!

    Wo sind denn da die Vorarlberger FrauenpolitikerInnen? Auch das muss noch a Mann, also Bernhard leisten?

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