Home / Allgemein / Den Außenminister zur Ablöse einbestellen

Den Außenminister zur Ablöse einbestellen

10.11.2010 | 18 Kommentare

Der Umstand, dass der türkische Botschafter ins österreichische Außenamt einbestellt worden ist, nur weil er in der freien Presse eine freie und verfassungsrechtlich geschützt - wiewohl nicht weniger zutreffende - Meinung geäußert hat, zeigt Respektlosigkeit des Außenministers vor der österreichischen Verfassung und der Pressefreiheit.

Die Haltung des Außenministers steht nicht nur diametral zu der österreichischen Pressefreiheit und der Europäischen Menschenrechtskonvention sondern soll mit der Herstellung eines äußeren Feindes von der aktuellen Belastungspolitik ablenken. Schlussendlich dient diese an sich nur von vordemokratischen Staaten bekannte Technik dazu die realen Probleme zu verdecken und ist eine Raubkopie aus offenbar noch immer nicht bewältigter Vergangenheit. Er ist unmittelbar zu seiner Demission zu veranlassen.

Gütinand der Fertige

Ich halte auch die Äußerung des Vorarlberger Landeshauptmannes in diesem Zusammenhang für entbehrlich. Er unterschlägt bei seiner Integrationsinterpretation wohlwissend, dass gerade die türkischen Arbeitnehmer dieses Landes einen weit höheren Anteil in den Sozialtopf einbringen als sie selber daraus entnehmen. Ohne sie wären die ohnedies österreichweit niedrigsten Pensionen in Vorarlberg noch niedriger oder die Sozialbeiträge noch höher. Dann wäre aber zuerst Dankbarkeit und Respekt gefordert, statt sich der dumpfen Demagogie und Xenophobie anzuschliessen. Damit wird die Zukunft Vorarlbergs ein weiteres Mal gefährdet und es kann ganz gut sein, dass bei der Fortsetzung dieser Politik die Vorarlberger Arbeitnehmer selber zu Gastarbeitern werden und sich wieder den Krauthobel auf den Rücken schnallen müssen. Das Schicksal der Schwabenkinder aus Vorarlberg ist offenbar schon vergessen.

„Ja, dürfen’s denn des?“

Die Haltung des Landeshauptmannes erinnert an den etwas geistig behinderten österreichischen Kaiser “Ferdinand der Gütige”, der angesichts einer Demonstration 1848 gefragt hat: “„Ja, dürfen’s denn des?“ Dieser ist dann auch in den Volksmund nicht ganz zu Unrecht als “Gütinand der Fertige” eingegangen. Mehr als 150 Jahre danach dürfte man von der Politikelite eigentlich klügere Äußerung erwarten als sie der Gütinand geliefert hatte.

Euer Bernhard

Diskussion verfolgen

18 Kommentare

  1. Landrat

    psk3: Bruchst dich nicht zu bedanken, ist ganz deine eigene Leistung dank deiner regelmäßigen ewiggestrigen Rülpser.

  2. psk3

    he landrat
    danke für den nazi
    aber merk dir , hundert türken sind besser als ein ammann aus hohenems

  3. chicko

    er hat so recht..
    ich bin froh dass endlich einmal jemand den mut aufgebracht hat die dinge beim namen zu nennen. er hat das einzig richtige gemacht, was man tun kann: mit aufsehen erregenden worten wach gerüttelt. es geht doch nur ums kennen lernen und aufs einlassen mit anderen menschen. türken sind nicht immer so anders, sie werden nur “anders” gemacht, weil sie so gesehen werden. fahrt mal in die türkei nach istanbul, da glaubt man man ist in new york, paris oder sonst wo. wir sind hier die armen würstel, die es nicht schaffen sich auf was neues einzulassen. was der bauer nicht kennt frisst er nicht. so schauts aus mit der österreichischen mentalität! ich steh hinter multikulti, vorausgesetzt mein gegenüber kann sich mir gegenüber verständigen. so viele ausländer in diesem land, wollen dürfen aber nicht, da klagen wir lieber über facharbeiter mangel und schicken die gstudierten “menschen mit migrationshintergrund” putzen und kochen!!! ich hoffe die diskussion geht weiter und bringt was. respekt vor dem botschafter und auch der presse, die sich immer wieder dem thema integration annehmen! weiter so!!!!

  4. narizin

    Lieber Bernhard !

    Das Problem ist, dass die meisten “anständigen” Mitbürger den Sinn deiner Ausführungen niemals verstehen wird weil es anscheinend weh tut wenn man ein bisschen nachdenken sollte.

  5. Landrat

    Der Neonazi psk3 aus der FPÖ ist wieder hier. Mit einem beachtenswerten Wissen!

  6. psk3

    amman kümmere dich um deine haschbrüder und geh selber in den ruhestand
    du bist in hohenems und vorarlberg so beliebt wie ein jude es bei hitler war

  7. kalunda

    So schauts aus mit der “Meinungsfreiheit”. Der Botschafter bekräftigt schon im resten Satz, dass er hier seiner Persönliche Meinung abgibt und - wo er Recht hat hat er nun mal Recht.

    Ich frage mich ja, welche Gegenleistung der Mann von der korrupten Bananenrepublikanischen Gummiregierung versprochen gekriegt hat, hier und jetzt die richtige Nebelgranate zur rechten zeit abzufeuern.

    Keine Mensch redet mehr von diesem unseligen Sparpaket, das diese Stümper da zusammengepfuscht haben. Voila! Besser gehts nicht. Ist aber sicher einer övpler eingefallen, wem sonst ..

    herzlichste Grüsse nach Ems

  8. Landrat

    Irgendwie scheint bei den Kritikern hier kontextuelles Lesen fremd zu sein. Kein Lob für die hiesige Schulpolitik, wenn ÖVP- und FPÖ-Funktionäre nicht lesen können.

  9. mcduck

    Hallo Bernhard,

    „WÜRG“ ….
    Unglaublich, was einem wie dir an Argumenten so einfallen kann, um jemanden, der nichts anderes getan hat, als zu einem Gespräch einzuladen, schlecht zu machen. (während der für die Situation Verantwortliche über ein Land und seine Leute „herziehen“ kann, was lt. deiner Formulierung „zutreffend und verfassungsrechtlich geschützt ist“). Da tut man sich als normaler Mensch schwer, eine Diskussionsgrundlage zu finden.
    Einerseits outest du dich als jammernde Mimose, die es nicht erträgt, dass ein Politiker seinen Zuständigkeitsbereich auch ernst, bzw. überhaupt wahrnimmt (welches Geschrei von deiner Seite, wenn er es in einem anderen Fall nicht täte) andererseits gebärdest du dich über die Maßen als Demagoge und suggerierst „Respektlosigkeit des Außenministers vor der österreichischen Verfassung und der Pressefreiheit“, was in meinen Augen und vermutlich auch in denen der breiten Masse absolut nicht nachvollziehbar ist.
    „Wir“ sind halt großteils Menschen mit normalem Hausverstand und keine Rechtsverdreherspezialisten und Möchtegern – Verfassungsjuristen.
    Die Begründung im 2. Absatz ist wirklich unglaublich und so was von an den Haaren herbeigezogen und entspringt vermutlich einem Lehrbuch des Kommunismus bzw. der gelebten Praxis der Politik früherer Nomenklatura. Wenn Österreich deiner Meinung nach auf Grund dieses Vorfalls ein „vordemokratisches Land“ ist, dann äußere dich bitte auch entsprechend und wahrheitsgetreu analog den dortigen Zuständen über die Türkei.
    Wahrscheinlich bin ich zu blöd deinen weiteren Exkurs bzw. die Drohung bzgl. des Krauthobels zu verstehen, der uns Vorarlberger ohne türkische Mitbewohner drohen soll.

    Auf den Punkt gebracht willst du uns somit folgendes sagen:
    Der Böse ist also (unfreiwillig bzw. gezwungenermaßen) der Außenminister, der Gute (Äußerung seiner freien und wahren Meinung) ist der Botschafter). Es fehlte nur noch, den Außenminister deswegen ins Rechte Eck zu stellen.
    Nicht dass ich dich (für deine Fürsprache) oder den Botschafter (für seine Aussagen) grundsätzlich gering schätze, aber mit solchen Stellungnahmen tragen weder er noch du etwas zu einer besseren Verständigung der Kulturen bei. Im Gegenteil, gießt man damit doch nur Feuer ins Öl der Hardliner auf beiden Seiten (welche ich in der die Integration ablehnenden türkischen Bevölkerungsschicht gemessen am Gesamtbevölkerungsanteil dennoch als drastisch erhöht erachte).

  10. xandix

    lieber bernhard

    Wenn ich in ein fremdes Land reise egal ob beruflich oder um
    dort Urlaub zu machen informiere ich mich über dieses Land.
    Wenn jemand nach österreich kommt weiss dieser was auf ihn zu
    kommt.In unserem Land sprechen wir deutsch und die meisten
    Menschen sind katholisch.Auch wenn es immer etwas zu verbessern
    gibt ich liebe meine Heimat und ich kann nicht verstehen dass
    ein Ausländer meine Kultur mein Land und meine Heimat
    beleidigt.Und wenn jemand mit dieser Politik nicht klar kommt
    steht es ihm frei wieder zurück in die türkei zu gehen und dort
    etwas in ihrem Land zu verändern. Wenn ich mich in einem Land
    nicht wohl fühle würde ich sofort wieder in meine Heimat
    zurückkehren.

  11. bitzius

    Überschrift: Den Außenminister zur Ablöse einbestellen??Da habe ich wohl etwas in der Schule versäumt.

  12. kickboxer_57

    FWF

    Wir müssen täglich hören das wir anders sind als euch. Ich habe hier maturiert. Ich habe die Sprache gelernt, ich habe genau so wie euch Weihnachten gefeiert. Aber trortzdem musste ich immer hören das ich nicht Österreicher bin. Sogar meine engsten Freunde haben mich immer daran erinnert, dass ich ein Türke bin und kein Österreicher. Um ein Österreicher zu sein, muss man den eigenen Namen ändern, die eigene Muttersprache vergessen,nur noch Deutsch reden und meinen, dass alle Ausländer gleiche Scheiße sind.

  13. Landrat

    Lieber Herr “warp”

    Sie besitzen sicher keine juristische Ausbildung und sind wohl schon im ersten Semester ausgeschieden, geschweige dass sie den Kontext hier erfassen können. Also blamieren Sie sich bitte nicht weiter. Das Einbestellen des Botschafters ist natürlich ein völkerrechtlicher Akt und hier im konkreten Falle mit der Absicht die Meinungsäußerung in der Öffentlichkeit zu beschränken.

  14. helmuth1

    ja ALLE HABEN sie recht über deisen typen von AMMANN.

    der soll sich um seine typen kümmern, da hätte er genug zu tun.

  15. korneuburger

    Ich wollte etwas schreiben und argumentieren. Aber es hat, so denke ich, beim Berufsjugendlichen Amann welcher, seit seines Lebens von Stuergeldern lebt, wirklich keinen Sinn. Machen Sie so weiter ein Dieter Egger wird sich freuen!

  16. javelin

    ..der Botschafter kann ja auch sagen was er will. Er wird ja nur ins Aussenministerium zitiert. In der Türkei überleben manche die Folter in einem Kellerloch gar nicht, wenn sie ihre Meinung äußern (Presse, Kritiker, Frauenrechte). So schaut’s aus Hr. Amann. Xenophobie und Demagogie? Wie schaut es denn mit der Haltung der Türkei zur Armenierfrage aus? Das ist doch Völkermord gewesen, oder Hr. Amann?

  17. warp

    Sorry. Aber es ist wiedermal absoluter Schwachsinn!!

    Herr Amann ich beobachte schon seit Längerem ihren Blog. Eines ist grundsätzlich festzuhalten: Es ist gut wenn jemand Missstände aufzeigt, aber nicht stehts mit rechtlichem Halbwissen und teilweise wirklich rechtlich falscher Beratung. Überlassen sie das bitte den Fachleuten. Sollten Sie eine juristische Ausbildung besitzen, dann sollten sie ihre ratschläge ohnehin lassen, da es wirklich teilweise peinlich ist.

    Grundsätzlich ist das “Einbestellen” eines Botschafters in ein Außenministerium die völkerrechtlich korrekte Art dem Staat mitzuteilen, dass das diplomatische Verhalten missbilligt wird. Dies hat aber schon überhaupt gar nichts mit der Beschneidung von verfassungsrechtlich geschützten Rechten zu tun.

    mfg

  18. FWF

    Ja wenn das so ist, würd ich sagen:
    Österreicher raus - Türken rein !

    Gegen Ausländer darf man sowieso schon nichts mehr sagen, aber Österreicher als geistig behindert bezeichen, das ist die wahre Größe !

    Weit hamma´s gebracht.

    Tipp des Tages: schaut einmal nach in den Insolvenzmeldungen bei den abgewiesenen Konkursanträgen - da gibt es aber schon auffällig viele unösterreichische Namen. Zufall? Und wer zahlt die Zeche ?

Einen Kommentar schreiben

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.