Home / Allgemein / Hanfwandertag 2011 in Wien!

Hanfwandertag 2011 in Wien!

11.05.2011 | 4 Kommentare

Vergangenen Samstag demonstrierte eine weltweite Gemeinschaft in über 300 Städten für eine Herausnahme von Cannabis aus den jeweiligen Suchtmittelgesetzen. Wir haben in Wien unter dem heurigen Schwerpunkt “Cannabis als Medizin” unseren Hanfwandertag gemeinsam mit tausenden Gleichgesinnten durchgeführt und damit dokumentiert, dass dieses Thema einer politischen Lösung harrt.

Hanf wird politisch aus industriellen Interessen seit fast 100 Jahren militant verdrängt. Globale Desinformationskampagnen und unverhältnismässige Strafenbekämpfen seit Jahrzehnten den wohl vielseitigsten natürlichen Rohstoff der Erde und erzeugen damit künstlich globale Gesellschaftsprobleme. Undurchsichtige Schwarzmärkte und kriminalisierte Menschen aller Altersgruppen zeigen das extreme Ausmaß der gescheiterten aktuellen Drogenpolitik. Die Probleme und der Handlungsdrang für die Bewegung sind weltweit nahezu überall gleich. Die gesamte globale, auch unbeteiligte Gesellschaft leidet unter den Auswirkungen dieser Inquisition. Berge von Studien dokumentieren, dass Drogen weltweit konsumiert werden, ungeachtet irgendwelcher repressiver Maßnahmen. Mit dieser Inquisition muss Schluss sein!

Während selbst die EU (Drugnet Europe, www.emcdda.europa.eu) die Personen, welche im vergangenen Jahr 2010 Cannabis konsumierten, mit 23 Millionen beziffert, sind es in Österreich unseren Angaben zufolge 800.000! Daher ist der Cannabiskonsum fixer Teil der Lebenskultur.

Allein 2009 wurden österreichweit im Cannabisbereich 17.513 Anzeigen getätigt, wovon 17.111 verschiedene Menschen betroffen waren. Andererseits wurden lediglich 1% der konsumierten Menge (etwa 110 kg reines THC!) sichergestellt. Mehr als 80% der Anzeigen wurden aufgrund von Aussagen und nicht von festgestellten Mengen getätigt.

Beschäftigungstherapie für Behörden und Justiz:
Unter anderem beschäftigen sich täglich Polizei, Staatsanwaltschaften, Gesundheitsbehörden, Bezirks- und Magistratsverwaltungsbehörden, Gutachter und Gerichte mit CannabiskonsumentInnen. Von den daraus resultierenden teuren Zwangstherapien ganz zu schweigen. Die jährlichen Kosten betragen für den Verfolgungsapparat mindestens €50 Mio!

Indirekte volkswirtschaftliche Schäden wie Arbeitsplatzverlust, Schulrauswurf, Familienschwierigkeiten etc. sind hier nicht einberechnet. Mit einer Entkriminalisierung und einer moderaten Besteuerung von Cannabis würde das Budget in Österreich jährlich um ca. €150 Mio entlastet.

Cannabis als Medizin:
Für Krankheiten wie Multiple Sklerose, Spastiken, Schmerztherapie, Krebserkrankungen appetitanregend, HIV, ADHS, grüner Star, Asthma, Entzugssymptomen, Depression, Migräne etc. wird Cannabis erfolgreich verwendet. Statt völlig überteuerter synthetischer Präparate kann natürliches und erheblich billigeres Cannabis verwendet werden.

Nachhaltiger Rohstoff:
Über 50.000 Produkte lassen sich mittlerweile aus Hanf herstellen. Unter anderem Papier, Treibstoffe, Textilien, Nahrungsmittel, Baustoffe oder Öle. Damit entsteht auch ein analoger Arbeitsmarkt.

BürgerInnenrechte:
Unter dem Deckmantel Drogenverfolgung werden Bürger- und Bürgerinnenrechte sukzessive beschnitten was zur Folge hat, dass wir uns mit Riesenschritten dem Nachtwächterstaat nähern.

Seit kurzem haben wir eine Online-Petition auf unsere Homepage gestellt. Unter http://www.petitiononline.at/petition/cannabis-legalisierung/13 können Sie die Petition unterstützen.

Euer Bernhard

Diskussion verfolgen

4 Kommentare

  1. Pepi6

    Du bisch doch so a Pflaume du Links Linker Kiffer!
    Keiner braucht dich! Spühl dich selber im Klo runter!

    Selber so kaputt vo Drogen!

  2. Markus_35

    p.s. was ich vergessen habe zu sagen, wie niederträchtig und verlogen es ist, sich hinter dem Deckmantel der Medizin zu verstecken, wenn man Cannabis in Wahrheit grossflächig für
    den Eigenkonsum bzw. zur Befriedigung des persönlichen
    Hedonismus verwenden möchte, ungeachtet der gesellschaftlichen Folgen!

    Die daraus entstehenden Problemfälle bringen wir dann bei Ex-
    und Hopp unter, der Staat hat dann zu subventionieren, da er
    ja indirekt an allem Schuld ist.

    Alles von Mr Amann schon 1000mal gebetsmühlenartig heruntergefaselt zu alten Konkret-Zeiten und hat die Nichtanarchos zu regelmässigen Gähnattacken gebracht…

    Einer der es längst Wissen müsste lügt sich immer noch in den eigenen Sack…

    Wenn man für eine für 90 % der Bevölkerung total irrelevante Sache solche Kraftausdrücke wie “Inquisition”, “militant verdrängt” usw. verwenden muss, dann lachen ja die Hühner!

    Übrigens ist der sogenannte “Arbeitsmarkt” für sinnvolle Anwendungen von Hanf ja schon da, also besteht gar kein Handlungsbedarf.

  3. Markus_35

    Der “Jugendstadrat” gibt sich wieder mal Vertreter der Populärkultur und kann es nicht lassen Desinformation zu verbreiten.

    Wenn überhaupt kann ein Freigabe von Cannabis nur zu medizinischen Zwecken (nach einer ärztlich diagnostizierter Indikation) erfolgen, aber natürlich nicht, wie von Amann gefordert, für jedermann freigegeben werden sondern nür für den tatsächlich physisch Kranken.

    Was Amann verschweigt, und was ich in seiner Funktion als Politiker als völlig unverantwortlich erachte ist, dass bei Cannabis heutiger Produktion der psyochotrophe Stoff, also der THC-Gehalt um das 4oder mehrfache höher ist als zu früheren Zeiten, und es daher äusserst gesundheitsschädlich ist! Dieser Fakt gilt wissenschaftlich als unstrittig.

    Eingedenk dieser Tatsachen, müsste man den Politiker Amann eigentlich zum sofortigen Rücktritt auffordern, auch wegen konstanter Wahrheitsverweigerung…

    Daher ist auch sein Schluss

  4. ironimus_der_sarkastische

    “mit tausenden Gleichgesinnten”
    also ich weiß nicht, auf welcher Demo in Wien sie waren, bei der, die letzten Sa. stattfand, waren nicht mal tausend “Gleichgesinnte” anwesend… schon ehrlich bleiben ;)

Einen Kommentar schreiben

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.