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Wendungen!

15.07.2011 | 6 Kommentare

Was sich in Hohenems bezüglich der Ausgliederung von Wasser und Kanal in die Stadtwerke GmbH und den analogen Reaktion abspielt, ist geradezu grotesk.

Die “Heimatpartei” FPÖ spielt dabei eine höchst fragwürdige Rolle. Dass die bauen Dragoner nun die Robin Hood Variante ausspielt, ist überhaupt nicht nachzuvollziehen. Denn gerade die FPÖ war es, welche sich schon seit Jahrzehnten in Hohenems für Ausgliederungen stark machte. Nun liegt der Rechnungshofbericht vor und bestätigte die von der damaligen Opposition kritisierte Ausgliederung. Die Aufwendungen sind enorm. Es sind nicht nur die bisherigen Kosten zu tragen, sondern auch jene der Wiedereingliederung der Stadtwerke GmbH in die Hände der Stadtverwaltung. Insgesamt kann von einem Betrag von etwa €600.000.– ausgegangen werden.

Nun aber so zu tun, dass die FPÖ schon seit ewigen Zeiten dieses Projekt verhindern wollte, entspricht überhaupt nicht den Fakten.Noch in der Stadtvertretung vom 22. März 2005 stimmten die ÖVP und FPÖ mit 24 Stimmen gemeinsam gegen ein Verkaufsverbot von Wasser und Kanal, als sich das Desaster schon abzeichnete. Nun so zu tun, als wäre die FPÖ die Avantgarde des Widerstands gegen die Ausgliederung gewesen, ist also ein nettes Märchen. Vielmehr gilt der Dank den Mandataren der SPÖ, der Grünen und der ULH, sowie Dr. Heinz Hinterberger, die sich gegen diese Privatisierung stellten. Erst 2007 kam der Meinungsumschwung in der FPÖ und ist - spät aber doch - auf den Zug aufgesprungen. Natürlich besser so als gar nicht. Aber nun den großen Macker zu spielen ist wohl etwas übertrieben.

Euer Bernhard

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6 Kommentare

  1. norgas

    Warum ist Erwin Fritsch eigentlich so plötzlich von der Emser politischen Bildfläche verschwunden?

  2. nichtsnutz

    hi, danke für die Info. Die Liberalisierung macht auch in Vorarlberg nicht halt. Dazu kann ich den Film water makes money nur empfehlen.
    http://www.youtube.com/watch?v=ANsBNc3os6c

  3. Oberhirte

    Die FPÖ wie sie leibt und lebt. Auf allen Tanzböden mit ihrer ausgeleierten Schuhplattlertruppe, aber nie bei der Arbeit für die Bürger.

  4. minderj

    In der Sache hat er ja Recht, aber mit der deutschen Sprache ist es nicht gerade weit her. Oder was soll dieser Satz: “Dass die bauen Dragoner nun die Robin Hood Variante ausspielt, ist überhaupt nicht nachzuvollziehen.”

  5. BernhardAmann

    Ja, damals war Erwin Fritsch die treibende Kraft!

  6. norgas

    Wer war den das damals der diesen Verkauf voran getrieben hat. War das noch Fritsch?

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