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Montafoner Jugendverweser!

08.08.2011 | 8 Kommentare

Montafoner Jugendliche haben einen schweren Stand. Die Gemeinde Schruns hat im Frühjahr aufgrund einiger weniger Vorkommnisse – angeblich verursacht durch eine Gruppe von etwa 15 Jugendlichen – einstimmig eine ortspolizeiliche Verordnung beschlossen. Diese beinhaltet ein Alkoholkonsumverbot auf Kinderspielplätzen, in den öffentlichen Tiefgaragen und im Musikpavillon. Weiters ist das Betreten des Musikpavillons samt der umliegenden Grünflächen für Personen unter 18 Jahren, sowie alkoholisierter Personen außerhalb von Veranstaltungen verboten. Frei nach dem Motto: „aus den Augen, aus dem Sinn!“ haben diese wackeren „Volksvertreter“ dazu beigetragen, dass sich die Szene nun an anonymen Örtlichkeiten trifft und für die Bevölkerung und vor allem für die Touristen nicht mehr sichtbar ist.

Damit soll nach der altbewährten 0815er Formel suggeriert werden, dass das Problem gelöst sei. In der Folge monierte der dortige Leiter des Jugendtreffs die Öffnungszeiten von lediglich mickrigen 5 Stunden die Woche, was ja wirklich ein Skandal ist. Die unsinnige Jugendvertreibungsaktion via Verordnung kritisierte er mit keinem Wort. Anstatt eine Diskussion über die Enteignung öffentlicher Räume für Jugendliche zu führen, wurde nunmehr nur noch über eine Personalaufstockung der Jugendarbeit und die Implementierung eines „Jugendkoordinators“ herumgejammert.

Einfach peinlich! Gilt analog auch für die beteiligten „Jugendexperten“. Nach einem halben Jahr Stillstand hat sich nun der Schrunser Bürgermeister zu Wort gemeldet und verkündet, das für die „Offene Jugendarbeit“ Montafon die Stellenprozente von 75 auf 125 erhöht werden. Der neu gegründete Verein sieht einen Erwachsenenvorstand vor in dem Gemeindevertreter jener Montafoner Gemeinden angehören, welche für dieses Konstrukt mitzahlen und freiwillig engagierte Eltern.
Betroffene Jugendliche sind ausgeschlossen. Von Selbstverwaltung, Selbstorganisation und Selbstermächtigung durch die Betroffenen keine Spur. Das Misstrauen gegenüber unserem Nachwuchs dominiert.

Offensichtlich hat die Montafoner Polit-Nomenklatura Angst vor ihrer eigenen Jugend. Und über die Umfunktionierung öffentlicher Räume zu Verbotszonen redet niemand mehr, nicht einmal die „Jugendexperten“ (sind zwischenzeitlich ja ganz brav geworden, freut sich der Bürgermeister). Ganz im Sinne jener, welche einem Überwachungsstaat das Wort reden.

Euer Bernhard

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8 Kommentare

  1. Markus_35

    Weiche Drogen-sind unproblematisch-Lüge

    ein Glücksfall ist mir vor ein paar Wochen passiert. Nachdem meine Argumentation vorher rein auf publizierten Fakten beruhte, bekam ich Bestätigung von einem Bekannten in einem zufälligen Gespräch.

    Darin erklärte er mir, er hätte vor kurzem realisiert, dass die Joints die er und seine Studentenkollegen sich regelmässig ca. seit 1 Jahr genehmigt hatten, alle “gewaltig nach unten” gezogen hätten. Und er daher endgültig die Finger von dem Zeug lassen wolle.

    Ungefragt bestätigte er mir auch, dass weiche Drogen “voll der Einstieg in härteres Zeug” sein können.

    Und darum ist es weiterhin unakzeptabel, dass jemand der solche Fakten wieder besseres Wissen partout verleugnet oder verharmlost wie Bernhard Amann, immer noch ein politisches Amt ausüben darf.

  2. Kritikus

    “……..aufgrund einiger weniger Vorkommnisse – angeblich verursacht durch eine Gruppe von etwa 15 Jugendlichen……”

    Deine “wenigen” Vorkommnisse treten längst in steigender Anzahl nicht nur im Montafon auf.

    Wie wär´s einmal anders herum, Bernhard? Nicht die böse “Gesellschaft” ist schuldig, sondern der einzelne Jugendliche macht sich strafbar und schadet letztlich sich selber, wenn er sich rücksichtslos gegen die eigene Gesundheit, die anderer und gegen fremdes Eigentum verhält?

    Übrigens bin ich mir (fast) sicher, dass du für die Deppen, die regelmäßig bei Fußballspielen ihre Blödheit zeigen “müssen”, weniger Verständnis aufbringst. Aber die sind von derselben Art.

  3. erythro

    Lieber Bernhard!
    Hör doch mal auf immer und ewig alles anzuprangern. Ich sehe das auch in meiner Gemeinde. Ein paar Vollidioten von Jugendlichen halten sich an überhaupt nichts. Machen unnötig Lärm, Schmutz und kommen sich in der Gruppe überaus mächtig und stark vor. Und solchen Volltrotteln hältst du die Stange? Bravo! Warum hast du das nötig, Bernie. Langsam wirst alt!

  4. Markus_35

    Amann meint einen “Jugendexperten” in sich selbst zu sehen. Wobei ausser ihm und ein paar Hohenemser Parteifreunden, dass wohl keiner so sieht. Wahrscheinlich hätten die Montafoner Jugendlichen mehr unter Einfluss weicher Drogen stehen müssen (Amanns Liebslingsrezept), dann wären sie wohl nie auf dumme Gedanken gekommen. Aber der Teufel Alkohol macht auch vor Jugendlichen nicht halt. Müsste man jetzt endlich verbieten, das flüssige Teufelszeug und nur noch Mineralwasser ausschenken. Dafür gibts im Gegenzug Gratisgutscheine für Cannabis, das zukünftig im Supermarkt verkauft wird…

  5. martinad

    der schaut ja schon aus wie verwest

  6. schweizerkas

    Fünf Stunden pro Woche! Alle Achtung…
    Übrigens, Jugendverweser, wer oder was “verwest” denn da?

  7. helmuth1

    ………….verdächtig“

  8. helmuth1

    08.08.2011 | Keine Kommentare

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