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Apartheidspolitik der Behörden!

16.08.2011 | 2 Kommentare

In Vorarlberg bestehen mehrere behördlich genehmigte “Psychadelic - Art” Vereine, welche im August und September 3 Partys durchführen wollten. Also Veranstaltungen mit Sound und internationalen DJs´. Pionierbands dieses speziellen Genres sind beispielsweise The Beatles, The Byrds, The Doors, Grateful Dead, Jefferson Airplane, The Jimi Hendrix Experience oder Pink Floyd. Ein Sound, der seit Dekaden für Millionen von Menschen ALLER Generationen einen Teil ihrer Lebenskultur darstellt.

Offensichtlich ist diese Kultur noch nicht bis zu den Vorarlberger Behörden vorgedrungen. Denn am 4. August hat die Landessicherheitsdirektion offensichtlich an alle Bezirkshauptmannschaften und Bürgermeistern bzw. Gemeinden ein Schreiben gerichtet, dass jede Veranstaltung, die etwas mit elektronischer Musik und/oder psychadelischer Dekoration zu tun hat, zu untersagen ist! Als Begründung wurden Sicherheitsbedenken und Drogenmissbrauch genannt, wie mir ein Bürgermeister berichtete. Mir begegnen diese profanen Argumente von Offiziellen seit Jahrzehnten.

Kulturelle Entwicklungen die nicht dem Establishment entsprechen, werden schikaniert, diskriminiert und kriminalisiert. Über die kulturelle Aspekte wird überhaupt nicht diskutiert, was den Schluss zulässt, dass die Behörden wahrscheinlich intellektuell überfordert sind. Gezwungenermassen haben die Veranstalter die Partys abgesagt. Von den dadurch entstandenen Kosten ganz zu schweigen.

Aus meiner Sicht besteht hier zumindest der Verdacht eines Amtsmissbrauchs. Denn Kulturveranstaltungen flächendeckend zu verbieten, verstösst nicht nur gegen Menschenrechte, sich zu Vereinigungen zusammenzuschliessen und sich friedlich zu versammeln, sondern auch gegen das Vereinsgesetz. Denn wie oben genannt, sind die Vereine behördlich genehmigt. In den Statuten sind unter anderem zur Erfüllung des Zwecks Vereinsveranstaltungen verankert. Und hier dann mit einem Federstrich alles zu verbieten was nicht in den Kram der Behörden passt, entsprich m.E. nicht dem Gesetz. Daher ist es an der Zeit, dass die Staatsanwaltschaft diesen Sachverhalt prüft. Weiters fordere ich die Politik auf, sich von ihrem Sommerschlaf zu erheben und in eine konstruktive Diskussion einzutreten.
Denn diese Menschen sind mir als friedliebend, respektvoll und solidarisch bekannt.

Euer Bernhard

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2 Kommentare

  1. norgas

    Es hat sich in der Kulturpolik seit den Flint Zeiten nicht viel geändert. Damals wurde das Veranstaltungsgelände kurzerhand in ein Naturschutzgebiet umgewidmet und somit indirekt dieses Festival verboten.

  2. mival

    Apartheidspolitik ist der richtige Begriff. Vor allem auch im Familienrecht wird eine Gruppe von Menschen systematisch ausgegrenzt, benachteiligt und in ihrem Leben extrem behindert.

    Auch schon gehört, dass anständige, fürsorgevolle Väter ihre eigenen Kinder nicht sehen dürfen, weil Mütter ihr Hirn und Herz ausschalteten?

    Wisst Ihr, dass von dieser Ausgrenzung immer auch die Eltern der Väter und dessen übrigen Angehörigen betroffen sind?
    Habt ihr Sendungen wie “Vermisst”, “Nur die Liebe zählt” u.ä. angesehen und nur noch den Kopf geschüttelt, warum Kinder ihren Papa und den ganzen väterlichen Stamm erst nach Volljährigkeit suchen gehen dürfen? Kennt ihr Betroffene persönlich?

    Ich bitte Euch Alle um Mithilfe!

    http://openpetition.de/petition/online/vorarlberg-fuer-regelmaessigen-und-unzerstoerbaren-kontakt-zwischen-vaetern-und-kindern

    Jeder von uns kennt Betroffene. Freunden, Kollegen oder Bekannten, denen von der Politik bis heute kein bisschen geholfen wurde, könntet ihr mit diesem Einsatz wesentlich helfen.

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